Europameisterschaft 1996 in Oldenburg – ‚Conquest of Paradise‘

von btsc2021

Europameisterschaft 1996 in Oldenburg – ‚Conquest of Paradise‘

Nach den erfolgreichen Jahren mit der „Zarah“ und der „Phantom“ stand etwas Neues für die Braunschweiger Formation an.

Die Tänzer sollten „das Paradies erobern“ – also die Titel, die in den vergangenen Jahren ertanzt wurden, verteidigen.

Dafür entwickelte Rüdiger Knaack die Choreografie mit dem Titel „Conquest of Paradise“ die Eroberung des Paradieses).

„Conquest of Paradise“ war etwas völlig Anderes als die zuvor getanzten Erfolgschoreografien. Es wurde erstmalig bewusst auf Text und Gesang verzichtet, um dem Zuschauer den Raum für Fantasie zu lassen. Die Musik mit ihren prägnanten Klängen, die auf den Titeln des griechischen Künstlers Vangelis basiert, erzeugte eine besondere Stimmung und sollte dem Zuhörer die Möglichkeit geben, mit seinen Gedanken das Paradies zu erobern.

Auch bei dieser Choreografie setzte Rudi auf tänzerische Qualität, weniger auf Show. Die Musik wies dabei diverse Wechsel von mitreißenden Takten, u.a. im Tango, in weiche Takte des Walzers auf. Diese fortwährenden Stimmungswechsel tänzerisch darzustellen und auch die engen, geschlossenen Bilder auf die Fläche zu bringen, verlangte den Tänzern viel Konzentration und tänzerisches Vermögen ab. Es gab nahezu keine offenen Teile, da das reine Tanzen – so wie auch die reine Musik – wirken sollte.

Unzählige Trainingsstunden und viel Schweiß später konnte der Titel bei der Deutschen Meisterschaft am 21.10.1995 in Köln wieder nach Hause geholt und damit gebührend verteidigt werden.


Danach brach die Erfolgsserie ein, der Weltmeistertitel und die Bundesligasaison mussten an den ewigen Konkurrenten aus dem Süden vom 1. TC Ludwigsburg abgetreten werden.

Als dann im Frühjahr 1996 die halbe Mannschaft aufhörte, stand Trainer Knaack vor einer Herausforderung. Es musste ein neues, siegfähiges Team geformt werden.

Das neue Team gewann in allen folgenden Turnieren Silber, jedoch nie mehr Gold. Rudi stand wie immer hinter seiner Mannschaft und war von dessen Leistung überzeugt.

Leider musste sich diese Choreografie trotz allem nach der Deutschen Meisterschaft 1996 in Sindelfingen verabschieden. Wahrscheinlich war Rudi mit seiner Kreativität und Fantasie der Zeit etwas voraus, was den ein oder anderen überfordert haben könnte. Es wurde Platz für eine neue Musik gemacht …

 

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